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Auslandsreisekrankenversicherung: Worauf sollte geachtet werden?

Bereits jetzt plant jeder 7. Deutsche eine Fernreise - also ein Urlaubsziel außerhalb Europas. Eine Auslandsreisekrankenversicherung gehört dann auf jeden Fall mit ins Gepäck. Worauf beim Abschluss einer solchen Versicherung geachtet werden sollte.

„Die Bürger sind coronamüde und wollen nicht mehr rund um die Uhr mit der Pandemie konfrontiert werden. Sie sehnen sich nach Sonne, Strand und Meer, wollen wieder unterwegs sein und dabei möglichst die Unsicherheit daheim lassen. Die Chancen hierfür stehen gut, und mit einer hohen Impfquote und weniger Infektionen werden auch Reisewarnungen und Einschränkungen zurückgehen. Einem Urlaub 2022 steht dann wenig entgegen“, so fasst Professor Dr. Ulrich Reinhardt die Ergebnisse der 38. Deutsche Tourismusanalyse zusammen. Reinhardt ist wissenschaftlicher der Stiftung für Zukunftsfragen, die die repräsentative Online-Befragung durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) beauftragte.

Die Rückkehr der Reiselust beschränkt sich auch nicht nur auf Urlaubsziele in Deutschland. Bereits jetzt plant etwa jeder 7. Bundesbürger eine Fernreise.

Bei solchen Reisen sollte eine Auslandskrankenversicherung mit im Gepäck sein. Auch wenn solche Policen vergleichsweise preiswert erscheinen, lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte. Denn die Unterschiede zwischen den Anbietern können enorm sein. So erstatten manche Anbieter nur einen Rücktransport in die Heimat, wenn er medizinisch notwendig ist. Andere hingegen schon dann, wenn dies die Heilungsprognose verbessert.

Einige Fragen, die Sie mit Ihrem Versicherungsexperten abklären sollten, bevor es in den Urlaub geht:

Sieht der Vertrag eine Selbstbeteiligung vor?

Welche Kündigungsfristen gelten?

Unter welchen Umständen sind volljährige Kinder mitversichert?

Wie lange darf die Reise dauern, damit der Versicherungsschutz bestehen bleibt?

Sieht der Versicherungsvertrag Leistungsausschlüsse wegen Vorerkrankungen vor?

Welche Heil- und Hilfsmittel sind vertraglich vereinbart?

Unter welchen Bedingungen besteht Anspruch auf Krankenrücktransport?

Je nach der persönlichen Situation können auch andere Fragen - etwa nach der Organisation und Bezahlung von Kinderbetreuung - im Zentrum stehen. Auch bei vermeintlich ‚einfachen Policen‘ wie Auslandskrankenversicherungen gibt es eine Menge Details zu beachten, die am besten mit einem Versicherungsexperten besprochen werden sollten.

Gesundheits-Kosten: Wer die Ausgaben trägt

Das Statistische Bundesamt nahm den Weltgesundheitstag zum Anlass, um über die massiv gestiegenen Gesundheitsausgaben in Deutschland zu berichten.

Demnach erreichten die finanziellen Aufwendungen für Gesundheit einen neuen Höchststand im Corona-Jahr 2020: Insgesamt wurden 440,6 Milliarden Euro ausgegeben. Erstmals seit Beginn der Berechnungen 1992 stiegen die Gesundheitsausgaben pro Kopf auf über 5.000 Euro.

Größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen war - wenig überraschend - die gesetzliche Krankenversicherung. Die GKV schulterte 54,8 Prozent der Ausgaben; 241,5 Milliarden Euro. Verglichen mit dem Vorjahr, in dem es noch keine Corona-Fälle in Deutschland gab, bedeutet das einen Ausgabenanstieg um 3,6 Prozent oder 8,5 Milliarden Euro.

Laut Statista verteilten sich die Gesundheitskosten 2020 auf folgende Ausgabenträger:

  • Gesetzliche Krankenversicherung: 55 Prozent
  • Soziale Pflegeversicherung: 13 Prozent
  • Private Krankenversicherung: 11 Prozent
  • Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck: 8 Prozent
  • Öffentliche Haushalte: 7 Prozent
  • Sonstige Ausgabenträger (gesetzliche Rentenversicherung, gesetzliche Unfallversicherung, Arbeitgeber): 6 Prozent
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